US-Tomahawk in 20 Bildern — Einfach so

Jaaaa, ich habe ein unglaub­lich gutes Stück Fleisch genies­sen dür­fen. Und dank die­ser tol­len Bil­der­ga­le­rie, kann ich jetzt ande­re Men­schen ein Stück weit an die­ser kuli­na­ri­schen Grenz­erfah­rung teil­ha­ben las­sen. Ist das nicht toll!?

«Prince of Wales» zu verkaufen oder: Ein Versuch über den Vogelliebhaber

Als die Mit­tags­son­ne an jenem Sams­tag am Rand von Aar­berg schliess­lich durch das Gewölk bricht, erklingt zurück­hal­tend eine Melo­die, wie auf einem win­zi­gen Kla­vier gespielt. Die Sper­lin­ge pfei­fen und die Bäu­me flim­mern von feins­tem Gesang. «Prince of Wales» zu ver­kau­fen oder: Ein Ver­such über den Vogel­lieb­ha­ber“ weiterlesen

Asien, Kontinent der Vergewaltiger

Stu­di­en sind eine tol­le Sache. Man kann aus ihnen Schlüs­se zie­hen, ohne gross über deren Aus­sa­ge­kraft Rechen­schaft able­gen zu müs­sen. Der Jour­na­list oder die Jour­na­lis­tin kann sich bequem hin­ter der Quel­le ver­ste­cken. Erfolgt der Umgang mit dem Aus­gangs­ma­te­ri­al aber all­zu unkri­tisch, kann das mit­un­ter eine Bericht­erstat­tung zur Fol­ge haben, die schlicht dif­fa­mie­rend ist. „Asi­en, Kon­ti­nent der Ver­ge­wal­ti­ger“ weiterlesen

Ein Ich, das schreiben will

Heinz Hel­le ist ein sprach­li­cher Schwerst­ar­bei­ter. Der Schrift­stel­ler, Phi­lo­soph und Wer­be­tex­ter ver­öf­fent­licht bald sei­nen ers­ten Roman. Im Neu­en Muse­um Biel liest er heu­te zusam­men mit Paul Nizon.

«Alles beginnt mit einem schö­nen Satz.» Gemeint ist das Schrei­ben. Für Heinz Hel­le bedeu­tet das, eine Melo­die in Gang zu brin­gen. Eine Ton­fol­ge, eine Klang­fol­ge, die mit dem ers­ten Satz beginnt und im Kopf bleibt, einen antreibt, Wort für Wort, Satz  für Satz. „Ein Ich, das schrei­ben will“ weiterlesen

Jene, die das Richtige taten

Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs ret­te­ten alba­ni­sche Mus­li­me jüdi­sche Flücht­lin­ge vor dem siche­ren Tod. In Biel fin­det die­se Woche eine Aus­stel­lung dazu statt.

Sie mar­schie­ren 36 Stun­den lang, Tag und Nacht. Die Brü­der Hamid und Xhe­mal Vese­li und ihre Gäs­te. Sie tra­gen Ver­klei­dun­gen, um nicht auf­zu­fal­len – wer­den sie ent­deckt, droht ihnen der Tod.

Alba­ni­en, 1943. Die Nazis beset­zen das ber­gi­ge Land, in der Welt tobt der Krieg. „Jene, die das Rich­ti­ge taten“ weiterlesen

Literaturkritik: Die Unschuld der Tatsachen

In «Albert Thebell, Physiker und Fälscher» erliegt ein Hochstapler den Verlockungen des Ruhms und scheitert. Gianfranco D’Annas Wissenschaftskrimi ist beim Bieler Verlag die Brotsuppe erschienen.

«Wenn die Fak­ten nicht mit der Theo­rie über­ein­stim­men, ände­re die Fak­ten». Es ist nur schwer vor­stell­bar, dass ein her­aus­ra­gen­der Wis­sen­schaft­ler die­ses Ein­stein-Zitat als Auf­for­de­rung zum Betrug ver­ste­hen könn­te. Dass es aber sehr wohl mög­lich ist, stand spä­tes­tens am 21. Sep­tem­ber 2002 fest: Eine Unter­su­chungs­kom­mis­si­on kam zum ein­deu­ti­gen Ergeb­nis, dass der deut­sche Phy­si­ker Jan Hen­drik Schön in nicht weni­ger als 16 Fäl­len Mess­da­ten gefälscht hat­te. „Lite­ra­tur­kri­tik: Die Unschuld der Tat­sa­chen“ weiterlesen

Literaturkritik: Ein Spiel der Gegensätze

 Eine über­ra­gen­de chi­ne­si­sche Pia­nis­tin, zwei zer­strit­te­ne Kri­ti­ker und ein Dis­put über das Wah­re und Schö­ne in der Musik. Davon han­delt Eti­en­ne Bari­liers Roman «Chi­na am Klavier».

Mar­cel Reich-Rani­cki schrieb einst: «Gera­de in den radi­ka­len Urtei­len eines Kri­ti­kers […] da, wo er die enthu­si­as­ti­sche Zustim­mung oder die ent­schie­de­ne Ableh­nung für erfor­der­lich hält, sind in der Regel sei­ne zen­tra­len Bekennt­nis­se zu fin­den.» Nach den Bekennt­nis­sen eines Kri­ti­kers zu fra­gen, das heisst zu fra­gen, wel­che Mass­stä­be und Auf­fas­sun­gen von Kunst, Stil und Geschmack bei der Beur­tei­lung eines Kunst­werks zum Tra­gen kom­men. In Eti­en­ne Bari­liers 2011 erschie­ne­nem Roman «Chi­na am Kla­vier» tref­fen zwei grund­ver­schie­de­ne Auf­fas­sun­gen auf­ein­an­der. „Lite­ra­tur­kri­tik: Ein Spiel der Gegen­sät­ze“ weiterlesen

Literaturkritik: Das Schreien der Dinge

Es ist eine Geschichte des Scheiterns: der Philosophie, der Liebe, des Bewusstseins. Das Debüt des Bieler Autors Heinz Helle ist ein hypnotischer Trip in das Innenleben eines ruhelosen Denkers.

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«Ein jun­ger Mann kommt in eine Stadt. Er hat kei­nen Namen, kein Zuhau­se, kei­ne Arbeit: Er ist in die Stadt gekom­men um zu schrei­ben. Oder genau­er: Er schreibt nicht, son­dern hun­gert fast zu Tode.» Die­se Wor­te bil­den nicht nur den Auf­takt zu Paul Aus­ters «Die Kunst des Hun­gerns» – sie sind auch eine per­fek­te Umschrei­bung von Heinz Hel­les Roman «Der beru­hi­gen­de Klang von explo­die­ren­dem Kero­sin». Oder zumin­dest fast. Denn Hel­les namen­lo­sen Prot­ago­nis­ten quält kei­ne kör­per­li­che Gier, sein Hun­ger ist intel­lek­tu­el­ler Natur. „Lite­ra­tur­kri­tik: Das Schrei­en der Din­ge“ weiterlesen

«Putin hat die Büchse der Pandora geöffnet»

Die Empö­rung über das rus­si­sche Vor­ge­hen auf der Krim ist gross. Zu den kri­ti­schen Stim­men gehört auch eine Ukrai­ne­rin aus der Regi­on Biel. Der Aus­bruch der Kri­se sei für sie ein Schock gewesen.

Ein beleb­ter Platz in Bern. Men­schen­strö­me kreu­zen sich unab­läs­sig. Und plötz­lich steht sie vor mir. Sie trägt einen Notiz­block, so wie ich – damit wir uns erken­nen. Ich sol­le sie Yele­na nen­nen. Eine 40-jäh­ri­ge Frau. Ihr gewell­tes, dun­kel­brau­nes Haar fällt in ihr fili­gra­nes Gesicht. Trotz der früh­lings­haf­ten Wär­me trägt sie einen lan­gen schwar­zen Herbst­man­tel. Eine ele­gan­te Erschei­nung durch und durch. «Ich hof­fe, ich habe noch kein Polo­ni­um abge­kriegt», sagt sie mit einem leich­ten Akzent. Das mag sar­kas­tisch klin­gen, doch die Ernst­haf­tig­keit in ihrer Stim­me macht einem sofort klar: Das ist kein Scherz. «Putin hat die Büch­se der Pan­do­ra geöff­net»“ weiterlesen

Nicht tot zu kriegen

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Zom­bies sind weit­aus mehr als blos­se Schreck­ge­stal­ten des Hor­ror­ki­nos. Sie eig­nen sich beson­ders gut als Spie­gel­bild und Meta­pher für sozia­le und gesell­schaft­li­che Pro­zes­se. Die­ses Wochen­en­de regie­ren die Unto­ten das Film­po­di­um Biel.

Man stel­le sich das vor: John F. Ken­ne­dy erhebt sich aus dem Grab und wan­delt untot durch Washing­ton. „Nicht tot zu krie­gen“ weiterlesen