«Prince of Wales» zu verkaufen oder: Ein Versuch über den Vogelliebhaber

Als die Mit­tags­son­ne an jenem Sams­tag am Rand von Aar­berg schliess­lich durch das Gewölk bricht, erklingt zurück­hal­tend eine Melo­die, wie auf einem win­zi­gen Kla­vier gespielt. Die Sper­lin­ge pfei­fen und die Bäu­me flim­mern von feins­tem Gesang. «Prince of Wales» zu ver­kau­fen oder: Ein Ver­such über den Vogel­lieb­ha­ber“ weiterlesen

Literaturkritik: Ein Spiel der Gegensätze

 Eine über­ra­gen­de chi­ne­si­sche Pia­nis­tin, zwei zer­strit­te­ne Kri­ti­ker und ein Dis­put über das Wah­re und Schö­ne in der Musik. Davon han­delt Eti­en­ne Bari­liers Roman «Chi­na am Klavier».

Mar­cel Reich-Rani­cki schrieb einst: «Gera­de in den radi­ka­len Urtei­len eines Kri­ti­kers […] da, wo er die enthu­si­as­ti­sche Zustim­mung oder die ent­schie­de­ne Ableh­nung für erfor­der­lich hält, sind in der Regel sei­ne zen­tra­len Bekennt­nis­se zu fin­den.» Nach den Bekennt­nis­sen eines Kri­ti­kers zu fra­gen, das heisst zu fra­gen, wel­che Mass­stä­be und Auf­fas­sun­gen von Kunst, Stil und Geschmack bei der Beur­tei­lung eines Kunst­werks zum Tra­gen kom­men. In Eti­en­ne Bari­liers 2011 erschie­ne­nem Roman «Chi­na am Kla­vier» tref­fen zwei grund­ver­schie­de­ne Auf­fas­sun­gen auf­ein­an­der. „Lite­ra­tur­kri­tik: Ein Spiel der Gegen­sät­ze“ weiterlesen