Weggis & Vitznau: Vom Berg zum See

Im Drei­eck von Weg­gis, Vitz­nau und Rigi war­ten eine gran­dio­se Natur­ku­lis­se, her­aus­ra­gen­de Regio­nal­pro­duk­te und Restau­rants der Spit­zen­klas­se.

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«Fermentation kennt keine Grenzen»

Zu Gast bei David Zil­ber im Fer­men­ta­ti­ons­la­bor des welt­be­rühm­ten Restau­rants «Noma» in Kopen­ha­gen.

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Die Zukunft kocht nachhaltig

Jeweils im Janu­ar trifft sich die Kocheli­te an der «Madrid Fusión», dem wich­tigs­ten Gas­tro­no­mie­kon­gress der Welt, um sich über die neus­ten Ent­wick­lun­gen und Trends aus­zu­tau­schen. Die Aus­ga­be 2020 stand klar im Zei­chen der Nach­hal­tig­keit.

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Genfersee: An der Küste

Zwi­schen Gebir­ge und See, zwi­schen mon­dän und rus­ti­kal, form­voll­endet und ursprüng­lich – die Gegend um den Gen­fer­see ist genau­so kon­trast­reich wie ihre Küche.

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Bündner Herrschaft: Von Spyri und Syrah

Klei­ne Regi­on, gros­se Wei­ne, her­aus­ra­gen­de Küche: Die Bünd­ner Herr­schaft ist das gelob­te Land für Wein­lieb­ha­ber und Gour­mets.

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Chiang Rai: Ein Hauch von Wildnis

Chiang Rai ist das Tor zum sagen­um­wo­be­nen Gol­de­nen Drei­eck. Der nörd­lichs­te Zip­fel Thai­lands und sei­ne Küche sind anders als der Rest des Lan­des – geheim­nis­vol­ler, aben­teu­er­li­cher, wil­der.

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Island: Aus Feuer und Eis

Mit sei­ner ein­zig­ar­ti­gen Natur und rau­en Schön­heit ist Island ein Land der Extre­me. Ähn­li­ches lässt sich zuwei­len auch über die islän­di­sche Küche sagen.

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Steiermark: Lauter Gustostückerl

Kaum eine Regi­on in Öster­reich ist so sehr mit aus­ser­ge­wöhn­li­chen Deli­ka­tes­sen geseg­net, wie das im Süd­os­ten der Stei­er­mark lie­gen­de Ther­men- und Vul­kan­land.

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Bangkok: Die essende Stadt

Bang­kok ist nicht ein­fach irgend­ei­ne Stadt, in der man gut essen kann. Bang­kok ist ein kuli­na­ri­sches Uni­ver­sum für sich.

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Kopenhagen — im Rampenlicht

Die kuli­na­ri­sche Welt blickt nach Däne­mark: Kaum irgend­wo wird zur­zeit so krea­tiv und gleich­zei­tig so regio­nal gekocht wie in Kopen­ha­gen.


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Thüringen: Mittendrin

In Thü­rin­gen im Her­zen Deutsch­lands locken idyl­li­sche Natur, ein gewal­ti­ges his­to­ri­sches Erbe sowie ein rei­ches Ange­bot an regio­na­len Köst­lich­kei­ten.

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Bordeaux: Die schlafende Schöne ist erwacht

Bor­deaux, der Inbe­griff der Wein­stadt, fris­te­te lan­ge ein tris­tes Dasein. Doch die Metro­po­le an der Garon­ne hat einen Neu­an­fang gewagt und gewon­nen – auch in kuli­na­ri­scher Hin­sicht.

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Vilnius — Entfesselter baltischer Elan

Wenn das kein Geheim­tipp ist: Im Schat­ten der skan­di­na­vi­schen Län­der ent­wi­ckelt sich in der litaui­schen Haupt­stadt gera­de eine atem­be­rau­bend krea­ti­ve «New Bal­tic Cui­sine».

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Luzern — Tradition und Terroir

Luzern ist immer eine Rei­se wert. Nebst Post­kar­ten­idyl­le bie­tet das Tor zur Zen­tral­schweiz auch eine erstaun­lich expe­ri­men­tier­freu­di­ge Gastr­o­sze­ne.

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Palermo: Prunk und Patina

Kaum eine Stadt stellt ihre eige­ne Unvoll­kom­men­heit so schön zur Schau wie Paler­mo. Dar­über hin­aus gilt die sizi­lia­ni­sche Kapi­ta­le als Mek­ka für Street­food-Freaks und Slow­food-Enthu­si­as­ten.

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London: Britischer Stolz

Die bri­ti­sche Küche ist im Wan­del: jung, wild, expe­ri­men­tier­freu­dig, ohne je die eige­nen Wur­zeln zu ver­ges­sen. Das lässt sich nir­gend­wo bes­ser erkun­den als bei einem kuli­na­ri­schen Spa­zier­gang durch Lon­don.

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Brüssel: Es lebe das Mosaik!

Brüs­sel ist unend­lich facet­ten­reich, unbe­stän­dig und manch­mal chao­tisch. Nicht weni­ger viel­sei­tig ist die kuli­na­ri­sche Land­schaft der bel­gi­schen Haupt­stadt.

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Portugal: Jenseits der Schwere

Von Lis­sa­bon nach Por­to – oder die Rei­se durch eine neue por­tu­gie­si­sche Küche, die die krea­ti­ve Leich­tig­keit für sich ent­deckt hat.

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Restaurantkritik: Gut Ding will Weile haben

Es klingt nach dem per­fek­ten Geheim­tipp: Irgend­wo in der Abge­le­gen­heit des Jurasüd­hangs soll es ein Lokal geben, das wäh­rend des Win­ters rus­ti­ka­le Hüt­ten­kost auf­tischt und wäh­rend des rest­li­chen Jah­res eine genu­in regio­na­le Gour­met­kü­che zele­briert.

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München: Auf Herz und Nieren

Inne­rei­en, Craft­bier und Smo­ke­house-Bar­be­cue – in Mün­chen ist eine neue Küche auf dem Vor­marsch, die ihre Wur­zeln den­noch nicht ver­gisst.

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Flüssige Perlen vom Bielersee

Dass die Bie­ler­see­win­zer auch her­vor­ra­gen­de Schaum­wei­ne pro­du­zie­ren, gilt nach wie vor als Geheim­tip. Vie­le Betrie­be haben einen eige­nen Vin Mousseux, eini­ge davon sind sogar preis­ge­krönt.

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Bretagne: Eine Reise zu den besten Delikatessen der Welt

Die Bre­ta­gne ist schroff, karg und von rau­er Schön­heit. Und den­noch bringt kaum ein Land­strich so vie­le Deli­ka­tes­sen her­vor, die unbe­strit­ten als die aller­bes­ten der kuli­na­ri­schen Welt gel­ten.

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Wien: Klassik und Kreativität

Das gas­tro­no­mi­sche Uni­ver­sum Wiens ist bevöl­kert von jeder Men­ge kuli­na­ri­scher Iko­nen und viel fri­schem Wind.

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Berlin: Avantgarde, wa?!

Es bro­delt in Ber­lin. Die radi­kal-regio­na­le Küche, die in den kuli­na­ri­schen Ver­suchs­la­bors der deut­schen Haupt­stadt ent­steht, ist fast kon­kur­renz­los krea­tiv

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Das Stockholm-Syndrom

Zwi­schen alt­ehr­wür­di­ger Tra­di­ti­on und unge­bro­che­ner Krea­ti­vi­tät – die schwe­di­sche Haupt­stadt und ihre Gas­tro­no­mie zäh­len zu den auf­re­gends­ten über­haupt.

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Beaune Appétit!

Die Wein­haupt­stadt bie­tet bur­gun­di­sche Kli­schees im Über­fluss und ver­mag den­noch immer wie­der zu über­ra­schen.

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Tessin: Ein Platz an der Sonne

In kaum einer Schwei­zer Regi­on ist das Lebens­ge­fühl des Südens so gut spür­bar wie im Tes­sin. Das gilt auch für die Küche.

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Padua: Ein Fest für die Sinne

Padua ist immer noch ein Geheim­tipp. Doch die Stadt hat sowohl kul­tu­rell als auch kuli­na­risch unend­lich viel zu bie­ten.

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Parc Ela: Beste Aussichten

Parc Ela – der gröss­te Natur­park der Schweiz – ist ein wah­res Para­dies für die Lieb­ha­ber der regio­na­len, natur­ver­bun­de­nen Küche.

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Val-de-Travers: Im Reich der Grünen Fee

Im Val-de-Tra­vers, der Wie­ge des Absin­thes dreht sich (fast) alles um das sagen­um­wo­be­ne Getränk

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Aix-en-Provence: Das Licht des Südens

Aix-en-Pro­vence ist ein Para­dies für Genies­ser und ein Ort, wo man die pro­ven­za­li­sche Küche neu inter­pre­tiert.

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Her mit der Kohle!

In der Spit­zen­gas­tro­no­mie boomt die Feu­er­kü­che: Lebens­mit­tel wer­den bewusst ver­kohlt oder mit Asche gewürzt. Die­se ver­meint­li­che Inno­va­ti­on ist nichts weni­ger als die Wie­der­ent­de­ckung einer jahr­tau­sen­de­al­ten Kul­tur­tech­nik.

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Zwischen saftigen Spiessen und vielerlei Frittiertem

Eine tol­le Stim­mung und ein viel­fäl­ti­ges Ange­bot an Ver­gnü­gun­gen sind am Lys­s­bach­mä­rit eigent­lich garan­tiert. Doch kann das uli­na­ri­sche Ange­bot da mit­hal­ten? Unser Gastro­kri­ti­ker war vor Ort: Man­ches hat ihm gefal­len, hie und da sieht er noch Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al.

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Klasse statt Masse

Seit 2016 führt Jung­win­zer Chris­ti­an Dexl eines der kleins­ten Wein­gü­ter am Bie­ler­see. Die Wei­ne aus dem «Kel­ler am See» wer­den aus­schliess­lich bio­dy­na­misch pro­du­ziert und las­sen Gros­ses erah­nen.

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«Jung, wild und frisch»

An den Tagen der offe­nen Wein­kel­ler prä­sen­tie­ren die Bie­ler­see-Wein­bau­ern ihre neus­ten Krea­tio­nen. Dabei machen ins­be­son­de­re die inno­va­ti­ven Jung­win­zer von sich reden.

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Restaurantkritik: Kalb oder Nicht-Kalb?

Frank­reich beginnt in Solo­thurn – das jeden­falls war die auf­kei­men­de Hoff­nung eines jeden fran­ko­phi­len Genuss­men­schen, als mit der Bras­se­rie Fédé­ra­le letz­tes Jahr die ers­te «Bras­se­rie fran­çai­se» der Stadt ihre Tore öff­ne­te.

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Scharfmacher: Spiel mit dem Feuer

Mehr als ein­fach nur scharf – das Ange­bot an Chi­li­s­aucen ist heu­te fast unüber­schau­bar. Hot­sau­cen-Pro­fi Jean-Paul Pero­nace gibt Tipps für die Zube­rei­tung zu Hau­se. „Scharf­ma­cher: Spiel mit dem Feu­er“ wei­ter­le­sen

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«Nahe an der Hexerei»

Wei­ne aus bio­lo­gisch-dyna­mi­schem Anbau erle­ben der­zeit einen regel­rech­ten Boom. Doch Win­zer, die auf die­se Wei­se pro­du­zie­ren, sind auf­grund ihrer Metho­den nicht sel­ten als eso­te­ri­sche Schar­la­ta­ne ver­schrien. Ist das am Bie­ler­see auch so? «Nahe an der Hexe­rei»“ wei­ter­le­sen

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Flüssiges Gold vom Bielersee

Süss­wei­ne aus dem See­land sind eine abso­lu­te Rari­tät. Die pro­du­zier­ten Men­gen sind gering, die Her­stel­lung ist oft sehr auf­wen­dig. Doch bei kaum einer ande­ren Art Wein kön­nen die Win­zer der­art krea­tiv sein.

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Die richtige Dosis Säure

In den Kel­lern der Bie­ler­see­win­zer gärt es. Die Win­zer sind zur­zeit damit beschäf­tigt, den opti­ma­len Säu­re­ge­halt der Wei­ne fest­zu­le­gen. Ein Besuch auf dem Twan­ner Wein­gut Krebs. „Die rich­ti­ge Dosis Säu­re“ wei­ter­le­sen

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Restaurantkritik: Vergebliche Liebesmöh

Mö oder Muh, so macht die Kuh. Als das «Mö» im letz­ten August sei­ne Tore an der Aar­berg­stras­se öff­ne­te, geschah dies mit einem kla­ren Ziel: Die neue Bie­ler Steak-Hoch­burg zu wer­den. „Restau­rant­kri­tik: Ver­geb­li­che Lie­bes­möh“ wei­ter­le­sen

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Cahors — Im Land des schwarzen Weins

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Restaurantkritik: Zu grosse Erwartungen

Es hät­te so ein­fach sein kön­nen. Ein durch­ge­styl­tes Lokal an bes­ter Lage, höchs­te Ambi­tio­nen und eine unschlag­ba­re Aus­sicht auf die Stadt. Kurz­um – mit dem «L’Entrecôte» hät­te Biel end­lich ein «Restau­rant de vian­de» erhal­ten kön­nen, das die­ser Bezeich­nung auch wür­dig ist. Nur ist das schein­bar nicht so ein­fach. „Restau­rant­kri­tik: Zu gros­se Erwar­tun­gen“ wei­ter­le­sen

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Eine Saison zum Vergessen

See­län­der Trüf­feln sind eine sel­te­ne Deli­ka­tes­se – im Moment aber noch rarer als sonst. Die Sai­son gilt als eine der schlech­tes­ten über­haupt. Schuld dar­an ist die lang­an­hal­ten­de Tro­cken­heit. „Eine Sai­son zum Ver­ges­sen“ wei­ter­le­sen

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Restaurantkritik: Radikal regional

Recht aben­teu­er­lich mutet die Rei­se nach Ban­ger­ten an. Denn wer sich an einem neb­li­gen Herbst­abend auf den Weg in das 170-See­len-Dorf am Ran­de des See­lands macht, fährt durch men­schen­lee­re dunk­le Land­stri­che und fühlt sich bald mit­ten im Nir­gend­wo. „Restau­rant­kri­tik: Radi­kal regio­nal“ wei­ter­le­sen

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Die weite Welt im Glas

Die 43. «Vini­fe­ra» dau­ert noch bis am Sonn­tag. Die Bie­ler Wein­mes­se ist reich an Degus­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten: Der Besu­cher fin­det Wei­ne aus der gan­zen Welt oder er kann sich auf eine bestimm­te Anbau­re­gi­on kon­zen­trie­ren.

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Fuck you, Cupcake!

 — Ein Plä­doy­er für das Unge­schön­te -

 

 

 

 

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Filmkritik: Nach der Orgie

 

Wir sind dem Auf­wa­chen nah, wenn wir träu­men, dass wir träu­men“, hat Nova­lis geschrie­ben, und um eben­die­sen Nova­lis geht es en pas­sant in Pao­lo Sor­ren­ti­nos neus­tem Film „Youth“, zusam­men mit einem Musi­ker, einem Fil­me­ma­cher, einem Mönch und einer brei­ten Palet­te skur­ri­ler Gestal­ten. Zwei Jah­re nach dem mehr­fach preis­ge­krön­ten „La Gran­de Bel­lez­za“ ist mit „Youth“ ein Werk ent­stan­den, auf wel­ches das Nova­lis-Zitat nur all­zu gut passt, denn Sor­ren­ti­no scheint seit­her nicht mehr aus der ästhe­ti­schen Traum­welt des Vor­gän­ger­films her­aus­ge­fun­den zu haben.

Die Geschich­te, wenn man über­haupt von einer Geschich­te spre­chen kann, ist schnell erzählt: Der Kom­po­nist Fred Bal­lin­ger (Micha­el Cai­ne) ver­bringt mit sei­nem alten Freund, dem Regis­seur Mick Boyle (Har­vey Kei­tel), ein paar Tage in einem Well­ness-Hotel in den Schwei­zer Alpen. Die bei­den sin­nie­ren über das Leben, der­weil sie mit gros­ser Neu­gier das das ver­wir­ren­de Trei­ben der illus­tren Gesell­schaft um sie her­um beob­ach­ten. Unüber­seh­bar die Anspie­lun­gen auf Tho­mas Manns „Zau­ber­berg“ und Fel­li­nis „Acht­ein­halb“: Der sei­ner Inspi­ra­ti­on nach­trau­ern­de Künst­ler flieht in ein Sana­to­ri­um in den Ber­gen und trifft dort auf welt­ent­rück­te Figu­ren, wel­che ihn über das eige­ne Selbst sin­nie­ren las­sen. Das Motiv der Kur trägt dabei den gan­zen Film. Alles läuft auf Spar­flam­me, die Zeit der Aus­schwei­fun­gen und Orgi­en ist vor­über. Die Zeit, als Fred der gefei­er­te Kom­po­nist war, der sich mit Stra­win­sky traf und sein Leben als Rei­gen sexu­el­ler Eska­pa­den führ­te, die­se Zeit besteht nur noch als Erin­ne­rung. Die Per­son Fred Bal­lin­ger, die in die Ber­ge gereist ist, lebt in stän­di­ger Furcht, sich irgend­wann gar nicht mehr erin­nern zu kön­nen. Das mehr­ma­li­ge Fle­hen eines könig­li­chen Abge­sand­ten, sei­ne berühm­tes­te Kom­po­si­ti­on zu Ehren der Queen in Lon­don auf­zu­füh­ren, zeigt bei dem in Resi­gna­ti­on ver­fal­le­nem Fred kei­ne Wir­kung.

An Psy­cho­lo­gie scheint Sor­ren­ti­no in „Youth“ frei­lich wenig Inter­es­se zu haben, die Figu­ren blei­ben irri­tie­rend ein­di­men­sio­nal. Statt in die see­li­schen Abgrün­de sei­ner Prot­ago­nis­ten abzu­tau­chen, bleibt der Film blos­se Ober­flä­che, eine rei­ne Büh­ne, auf wel­cher eine skur­ri­le Epi­so­de auf die nächs­te folgt. Da ist die­se Dreh­büh­ne im Gar­ten des Sana­to­ri­ums, auf wel­cher jeden Abend neue Musi­ker wie Auf­zieh­pup­pen ihre Dar­bie­tung abspie­len; eine geheim­nis­vol­le Frau im Schlei­er, ein schein­bar stum­mes aris­to­kra­ti­sches Ehe­paar, zwei Men­schen, die sich zu ver­ach­ten schei­nen, aber anschlie­ßend wild in den Berg­wäl­dern kopu­lie­ren; ein Die­go Mara­dona-Ver­schnitt, nur dop­pelt so beleibt; alte Men­schen, die wie Zom­bies oder gleich­ge­schal­te­te Robo­ter im Gleich­schritt den Well­ness­be­reich des Hotels bevöl­kern; auf Spa­zier­gän­gen wird über Nova­lis dis­ku­tiert; und zu guter Letzt sitzt auch noch Adolf Hit­ler per­sön­lich am Tisch.

Natür­lich, auch „La Gran­de Bel­lez­za“ war gröss­ten­teils frag­men­ta­risch und nicht weni­ger ästhe­ti­zis­tisch. Doch waren die Frag­men­te kunst­voll inein­an­der ver­wo­ben, die Über­gän­ge jeweils flies­send, leicht­füs­sig und schwel­ge­risch. Nur prä­sen­tiert sich die­ses „L’art pour l’art“ in „Youth“ bloss noch als kunst­ge­werb­li­che Num­mern­re­vue, die lust­los einen cine­as­ti­schen Kunst­griff nach dem ande­ren aus dem Hut zau­bert. So als lies­se sich bei Betrach­tung des Films in Echt­zeit beob­ach­ten, wie sich die ästhe­ti­sche Grund­idee zu Tode läuft. Es hat ganz den Anschein, als ob sich Sor­ren­ti­no beim Plün­dern des eige­nen Meta­pher­nar­se­nals in den Win­dun­gen sei­ner artis­ti­schen Rum­pel­kam­mer ver­irrt hat. Und ehe ihm dabei die Pus­te aus­geht, ver­liert er sich bedau­er­li­cher­wei­se im Kitsch, etwa als er einen den gan­zen Film über medi­tie­ren­den bud­dhis­ti­schen Mönch in der Luft schwe­ben lässt. Das ist umso bekla­gens­wer­ter, als dass „Youth“ eigent­lich her­vor­ra­gend besetzt wäre. Cai­ne und Kei­tel nimmt man die altern­den Künst­ler und abge­half­ter­ten Melan­cho­li­ker von der ers­ten Sekun­de ab, Jane Fon­das Kurz­auf­tritt als ver­welk­te Diva gehört gar zu den Höhe­punk­ten. Nur das allei­ne ist zu wenig. Wer sei­nen Dar­stel­lern eine Büh­ne bie­ten möch­te, soll­te die­se nicht mit einer baro­cken Fül­le an Requi­si­ten über­la­den.

(Bas­ler Zei­tung)

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So glamourös wie bescheiden

Der Bünd­ner Star­koch Andre­as Cami­na­da hat in der «Resi­denz au Lac» in Biel gekocht. Die Gäs­te des Gour­met­an­las­ses erleb­ten einen kuli­na­ri­schen Meis­ter, der trotz sei­nes Ruhms am Boden geblie­ben ist. „So gla­mou­rös wie beschei­den“ wei­ter­le­sen

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Literaturkritik: Ein hypnotischer Totentanz

Düs­ter, beklem­mend, ver­stö­rend — Heinz Hel­les zwei­ter Roman «Eigent­lich müss­ten wir tan­zen» erzählt vom Ende der Gesell­schaft, des Men­schen und der Spra­che.

Irgend­wann im Win­ter. Eine Grup­pe jun­ger Män­ner ver­bringt ein Wochen­en­de in einer abge­le­ge­nen Berg­hüt­te. Als sie ins Tal zurück­keh­ren, exis­tiert die Welt, die sie kann­ten nicht mehr. Die Dör­fer und Städ­te bren­nen oder lie­gen bereits in Trüm­mern, die Orte sind ver­wüs­tet, geplün­dert, ver­las­sen, und über­all lie­gen Lei­chen. Nun­mehr geht es ein­zig um das Über­le­ben.

Das Ende der Zivi­li­sa­ti­on. Es ist gewiss kein neu­es Sze­na­rio, das Heinz Hel­le in sei­nem zwei­ten Roman «Eigent­lich müss­ten wir tan­zen» auf­greift. Gera­de jetzt, wo sich Dia­gno­sen des Zeit­geis­tes nur all­zu oft im Topos der Kri­se und des bevor­ste­hen­den Unter­gangs erschöp­fen, könn­te man dem Autor leicht vor­wer­fen, einem simp­len Trend zu fol­gen. Doch Hel­le, der Phi­lo­soph, hat ande­res im Sinn.

Was wäre wohl der Fall, wenn die Din­ge anders lägen als sie es tat­säch­lich tun? Wel­chen Bestand haben mora­li­sche Wer­te, wenn das sozia­le Regel­kor­sett, das sie zusam­men­hält, urplötz­lich ver­schwin­det? Was bedeu­tet es, ein Mensch zu sein, wenn nur noch die Selbst­er­hal­tung wich­tig ist? Es sind Fra­gen die­ser Art, die Hel­le in Form eines phi­lo­so­phi­schen Gedan­ken­ex­pe­ri­ments durch­spielt — und dies nicht in Gestalt eines exis­ten­zi­el­len Dra­mas, son­dern als gefühls­kalt arran­gier­te wis­sen­schaft­li­che Ver­suchs­an­ord­nung, erbar­mungs­los bis zum Schluss.

War Hel­les Debüt «Der beru­hi­gen­de Klang von explo­die­ren­dem Kero­sin» ein asso­zia­ti­ver Rei­se­be­richt in das Bewusst­sein eines ruhe­lo­sen Den­kers, so prä­sen­tiert sich das Nach­fol­ge­werk deut­lich greif­ba­rer — aber nicht min­der radi­kal.

Irri­tie­ren­de Bil­der

In der kal­ten, bren­nen­den Welt, in wel­che Hel­le den Leser hin­ein­wirft, ist der Mensch bereits ver­schwun­den. Sowohl phy­sisch, als auch see­lisch, die ent­völ­ker­ten Rui­nen und das Grau­en, das sich dar­in abspielt, sind im wahrs­ten Sin­ne un-mensch­lich. Die Prot­ago­nis­ten — Dry­gal­ski, Gru­ber, Fürst, Gol­de und der namen­lo­se Erzäh­ler — wir­ken zu kei­nem Zeit­punkt wie Per­so­nen mit indi­vi­du­el­len Unter­schei­dungs­merk­ma­len, es sind nur­mehr Kör­per mit Namen, Kör­per, die fort­be­stehen wol­len. Und dazu ist jedes Mit­tel recht. Mord, Raub und Ver­ge­wal­ti­gung gesche­hen mit der­sel­ben Selbst­ver­ständ­lich­keit wie das Atmen und Schla­fen. «Wir sind nur noch zu gross gera­te­ne Bak­te­ri­en», stellt der Erzäh­ler nüch­tern fest.

Mit der­sel­ben Nüch­tern­heit brei­tet Hel­le ein wah­res Pan­op­ti­kum des Grau­ens aus, in einer Spra­che, die in ver­stö­rend bru­ta­ler Schlicht­heit zu einer Poe­sie des Schreck­li­chen wird. Sät­ze und Bil­der wie ein Schlag in die Magen­gru­be, Bil­der, die sich ein­bren­nen, die ein­si­ckern in das Bewusst­sein, sich dort fest­set­zen und wei­ter wir­ken. Da ist die­ser ver­las­se­ne Stall, in dem die Kühe immer noch an der Melk­ma­schi­ne hän­gen und die Maschi­ne saugt und saugt, wie es Melk­ma­schi­nen eben tun, «obwohl aus den Kühen schon lan­ge nichts mehr kommt, sie sind leer unter dem Fell bis auf die Kno­chen.» Oder die­ses Kind, das die Schä­del sei­ner Eltern zer­trüm­mert hat oder Hun­der­te ver­kohl­te Kör­per in einer aus­ge­brann­ten Dis­ko­thek.

Gefühls­käl­te als Prin­zip

Wie das Unfass­ba­re in Wor­te fas­sen? Hel­le bedient sich dazu einer Spra­che, die kei­ne Gefüh­le mehr aus­drü­cken, ver­mit­teln, trans­por­tie­ren kann, da sie ihren Ursprung in einer Welt hat, in der jeg­li­ches Gefühl längst abge­stor­ben ist. Das erin­nert unwei­ger­lich an Kaf­ka, an Hou­el­le­becq. Gefühls­käl­te ist hier Sprach­käl­te, ist die Käl­te des nicht enden wol­len­den Win­ters, die Käl­te der Welt.

«Eigent­lich müss­ten wir tan­zen» folgt kei­nem kohä­ren­ten Erzähl­strang. Viel­mehr besteht der Roman aus 69 lose zusam­men­hän­gen­den Bil­dern. Doch da ist die­se rhyth­misch-trei­ben­de Kraft im Text, die den Plot als auch den Lese­fluss uner­müd­lich antreibt. Auch wenn die Prot­ago­nis­ten kaum mehr emp­fin­den, so sind sie noch Kör­per, die in Bewe­gung blei­ben wol­len, die sich nur noch erhal­ten wol­len. Gera­de weil Hel­le dies betont distan­ziert schil­dert, gewinnt es eine Inten­si­tät, die in ihrer Wir­kung fast hyp­no­tisch wird, ein nicht enden wol­len­der, fieb­ri­ger Traum. Stei­gen, Waten, Schlur­fen, Stap­fen, Krie­chen, der Schnee unter den Füs­sen, der Asphalt, der Morast, der Wald­bo­den unter den Soh­len — es ist eine Phä­no­me­no­lo­gie der Fort­be­we­gung, die der Autor ent­fal­tet.

Fas­zi­nie­ren­der Sog

Wer nun aber glaubt, dass die­se Bewe­gung auf ein fina­les Ziel hin­aus­läuft, auf eine phi­lo­so­phi­sche Poin­te, die der Apo­ka­lyp­se wenigs­ten einen Sinn abge­winnt, der wird ent­täuscht. In die­ser Wüs­te des Rea­len gibt es weder Erklä­run­gen noch tie­fe­re Ein­sich­ten. Nicht wei­ter schlimm.

Dazu ist die Sog­wir­kung von Hel­les Pro­sa ein­fach zu stark — und zu fas­zi­nie­rend. Eine schwin­den­de Spra­che, die ihre zuneh­men­de Wort­lo­sig­keit zu fas­sen ver­sucht. Sie pro­to­kol­liert ihr eige­nes Ver­schwin­den, ein letz­tes Auf­bäu­men des Sinns, der ange­sichts tota­ler Sinn­lo­sig­keit zur blos­sen Chif­fre ver­blasst ist. «…wenn nach uns jemand die Welt wie­der auf­baut, wird es eine schweig­sa­me Welt sein.»

Info: Heinz Hel­le, «Eigent­lich müss­ten wir tan­zen», Suhr­kamp Ver­lag 2015, 173 Sei­ten, ISBN: 978–3‑518–42493‑3, 28.90 Fran­ken.
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Zur Per­son
Heinz Hel­le, gebo­ren 1978 in Mün­chen, Stu­di­um der Phi­lo­so­phie in Mün­chen und New York, Arbeit als Tex­ter in Wer­be­agen­tu­ren, Dis­ser­ta­ti­on im Bereich Phi­lo­so­phie des Geis­tes.
• Absol­vent des Schwei­ze­ri­schen Lite­ra­tur­in­sti­tuts in Biel, wohn­haft eben­dort, ver­hei­ra­tet, eine Toch­ter. Sein Roman­de­büt «Der beru­hi­gen­de Klang von explo­die­ren­dem Kero­sin» erschien 2014.
• Aus­zeich­nun­gen und Prei­se: Deut­scher Buch­preis (Lon­g­list) 2015, Werk­bei­trag der Schwei­zer Kul­tur­stif­tung 2015, Schwei­zer Buch­preis (Short­list) 2014, Lite­ra­tur­preis des Kan­tons Bern 2014, Ernst-Will­ner-Preis 2013 (im Rah­men des Inge­borg-Bach­mann-Wett­be­werbs), Wal­ter-Kem­pow­ski-Lite­ra­tur­preis 2011.

(Bie­ler Tag­blatt 15.10.2015)

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